Klaus-Peter Wick Philosophie
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Meine Philosophie   -   "Lachen verleiht der Seele Flügel"




Vorwort

Ich empfinde es als ein Privileg, den Clowndoktor spielen zu dürfen! Es gibt ca. 120 Clowndoktoren in Deutschland und ich darf einer von ihnen sein! Wenn ich auf dem Weg zu meinen Einrichtungen bin, freu' ich mich immer auf meine Einsätze als Clown.

Ich versuche mit meiner Art von Humor, dass menschliche Miteinander zu verbessern, die Welt ein bisschen schöner zu machen. Einen Farbklecks der Freude zu hinterlassen, eine lach-intensive Minute zu erleben, ein beseeltes Gespräch, ein Augenzwinkern. Die anderen um mich herum anstecken mit dem Lachen, dass es auch, vor allem mit Humor, viel besser geht. Mit meiner Arbeit als Clown möchte ich helfen, den Humor unter die Leute zu bringen. Und für mich ist auch sehr wichtig, dass ich sagen kann: "Ich darf mit meinem Clown und mit meinem Humor arbeiten".

Ich sehe mich als Unterstützer der Clownerie, der versucht, die Menschen zum Lachen, Nachdenken und Innehalten zu bringen, Ihnen Freude zu bereiten – sie auf andere Gedanken zu bringen. Ich bin derjenige, der den Menschen die Unbeschwertheit bringt und ihnen hilft, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Clown in Einrichtungen, damit haben einige aus der Bevölkerung immer noch Berührungsängste und diese Personen müssen überzeugt werden, wie wichtig diese Arbeit ist. Die Clownerie im sozialen, medizinischen therapeutischen und pädagogischen zu etablieren ist nach wie vor Pionierarbeit. Es gibt schon sehr viele praktizierende Clowns, dennoch ist es für viele Neuland. Es muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, um die Clownerie fest zu verankern.

Durch die Arbeit als Clown habe ich mich auch intensiv mit Humor beschäftigt und habe eine effektive Methode entwickelt, den Humor in allen Branchen einzusetzen. Er ist geeignet für Teamcoaching, Personalschulungen, Teambuilding, Kurse, Seminare, Coaching in Firmen und in der Krankenpflege, in Schulen, in der Industrie und in der IT Branche - einfach überall.

Aber darauf werde ich später noch eingehen.



Der Anfang

Schon als Kind war ich von humorvolle Menschen fasziniert. Die Menschen die andere Menschen zum Lachen gebracht haben mich begeistert. Es war mir aber zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst, dass der Humor später mein Lebensweg ist oder zumindest die wichtigste Tätigkeit in meinem Leben sein wird.

Von Erzählungen meiner Schwester weiß ich, dass ich schon als Kleinkind ein sehr lustiger lebhafter und witziger Mensch war. Ohne vom Clown zu wissen oder die Clowns Mentalität zu kennen habe ich meinen Mitmenschen schon immer Streiche gespielt. Bis zum Erwachsenwerden ging alles seinen Gang. Meine Mutter war eine sehr humorvolle Frau. Sie lachte und vor allem sie feierte sehr gerne. Gerne hat sie auch ihr Umfeld mit viel Humor unterhalten..

Meine Soziale Einstellung wurde schon mit 18 Jahren (1978) sichtbar. Mit Freunden zusammen gründete ich einen Verein, der die Aufgabe hatte, sich um schwächere Menschen wie sozial Benachteiligte, Behinderte oder Randgruppen zu kümmern und zu bestärken, denn mein größter innerer Antrieb war schon immer Menschen zu helfen. Durch diese Aktionen bekamen ich Kontakt zur Lebenshilfe und habe dann dort mit den Bewohnern gearbeitet ich betreute eine Basketballmannschaft, eine Fußballmannschaft und eine Theater-AG. Wir veranstalteten mehrere Freizeiten und ich betreute die Bewohner auch auf Ausflügen und auf Freizeiten.

Wir führten Straßensammlung für bedürftige Familien durch und veranstalteten Basare für Behindertenheime. Außerdem arbeitete ich 8 Jahre (1978 – 1984) ehrenamtlich in einem Jugendheim der Lebenshilfe als Betreuer, Sporttrainer und Freizeitgestalter. Innerhalb des Vereins gründete und leitete ich viele Kinder- und Jugendfreizeiten, baute eine Jugendgruppe und eine Umweltgruppe auf. Unsere Aufgaben waren der Umweltschutz und die Mitmenschen. Wir führten Zeltlagen durch und sammelten den Müll aus dem Wald. Außerdem gründete ich dort eine Theatergruppe (1985), aber darauf gehe ich später noch näher ein. Zudem arbeitete ich über den Verein im Krankenhaus bei krebskranken Kindern.

Wir erwirtschaften durch verschiedene Aktionen (Straßenfeste, Spielturniere, Osterbasare u.v.m) Geld, welches wir der Hilfe für krebskranke Kinder spendeten. Durch die intensive Arbeit für die Kinder im Krankenhaus spielten wir auch ohne jede Ausbildung und Vorkenntnisse Theater in Krankenhäuser. Dabei entdeckte ich die Freunde am Theaterspielen und wollte das Metier von Grund auf lernen, deshalb besuchte ich alle Theaterkurse, die ich in meiner Heimatstadt Erlangen angeboten wurden (ab 1984).

Ich nahm privaten Schauspielunterricht, konnte an der Uni Theater mitspielen und sog alles auf, was ich zum Thema Theater finden konnte. Um die Theaterarbeit zu vervollständigen, erlernte ich noch Theaterpädagogik, gründete zwei Kinder- und Jugendtheatergruppen (1986) und organisierte Theaterfestivals und Theatertage.

Aus großer Freude am Theaterspielen gründete ich noch weitere zwei Theatergruppen, in denen ich Autor, Regisseur und Schauspieler und Produzent war. 10 Jahre lang gab es für mich nichts anderes als Stücke schreiben, Regie führen, auf der Bühne stehen und alles, was zum Theaterspielen dazugehört. Wie schon erwähnt, gründete ich, nachdem ich das Theaterspielen erlernt habe, eine Theatergruppe die "MImose" innerhalb des Vereins.

Wir hatten aber immer den Anspruch, inhaltliches Theater zu spielen, ohne erhobenen Zeigefinger aber mit Aussage. Wir spielten Umwelttheater, anspruchsvolles Kindertheater und politisches Kabarett. Wir wollten die Verbindung von Freude am Theaterspielen aber auch die Mitmenschen aufrütteln und auf neue Ideen und zum Umdenken bringen. Sie mit viel Humor und Lebensfreude überzeugen.

Unsere Stücke waren inhaltlicher Art und humorvoll. Wir wollten nicht mit erhobenem Zeigefinger etwas erreichen sondern uns war wichtig, auf spielerische humorvolle Art auf Missstände hinzuweisen. Wir spielten Kinder-Umwelttheater, politisches Kabarett und auch Umwelttheater für Erwachsene. Diese Erfahrungen und oder dieser Weg war dann für mich sehr wichtig für meine spätere Clown und humorvolle Arbeit. Im Zuge dieser Aktivitäten bin ich gefragt worden ob ich für eine Weihnachtsfeier nicht etwas humorvolles darbieten könnte . Ich kann dann auf eine Idee einen Weihnachtsclown zu spielen der einem Baum schmückt das war sozusagen die allererste Clown Arbeit . Nach dem Auftritt war mir bewusst, dass man das Clownspiel genauso wie das Theaterspielen erlernen muss. 

Von meinen ersten Gage"Clown Auftritt" habe ich dann einen Clown Workshop gemacht.

Das Medium Theater gab uns die Möglichkeit, mit den Zuschauern und dem Publikum in einen Dialog zu treten und auf viele Missstände aufmerksam zu machen. So hatten wir mehrere Komponenten zusammen verbunden.

Und jetzt darf ich als Dozent und Coach, Personalschulungen, Teambuilding, Kurse, Seminare, Coaching, Teamcoaching in Firmen in der Krankenpflege, Schulen in der Industrie, in der IT Branche den Humor verbreiten.



Der erste Kontakt mit der Clownnase

1993 wurde ich gefragt, ob ich nicht für eine Weihnachtsfeier der Senioren in Fürth einen lustigen Auftritt machen könnte. Ich überlegte lange hin und her und mir fiel eine Kombination ein – ein Weihnachtsmann und ein Clown. So konstruierte ich einen Weihnachtsclown mit einem langen, weißen Bart und roter Nase. Ohne eine Ahnung über das Clownspiel übte ich eine Nummer ein. Ich überlegte, was beim Clownspiel wichtig ist, z.B. alles verkehrt zu machen, tollpatschig zu sein und lustig aussehen. Ich suchte mir einen Regisseur und feilte an der Nummer, bis ich sie dem Publikum präsentieren konnte. Die Arbeit als Clown machte mir so viel Spaß, dass ich Clown werden wollte. So beschloss ich 1994, das Clownspiel von der Pike auf zu lernen wie vor 10 Jahren auch das Theaterspielen.

Ein Schauspieler hat seinen Text (mit Anweisungen)einen Regisseur und übt so seine Rolle ein In der Clownerie jedoch ist eine große Portion Persönlichkeit dabei, ein Clown spielt authentisch er improvisiert. Alles ist neu für ihn. Der Clown hat kein Textbuch, seine Fantasie ist sein Leitfaden.

Und genau das wollte ich. Talent allein nutzt gar nichts, darum habe mich dann um eine Ausbildung in einer Schule gekümmert – denn ich wollte nicht, einfach so die Nase aufsetzten um Clown spielen, ich wollte eine fundierte Ausbildung. Es gab noch kein Internet und keine Suchmaschinen – nach langem Herumfragen fand ich eine Clownschule. Ich bestand das Casting und lernte ein ganzes Jahr die Kunst des Clownspiels.

Während der Ausbildung (1994 – 95) hat sich dann auch gezeigt, dass diese auch dringend notwendig war, denn es gehört viel mehr dazu, als nur die Nase aufzusetzen. Es braucht sehr viel Fleiß und man muss sehr viel üben. Ich wollte die Menschen unterhalten und Ihnen erlauben, über sich selbst zu lachen.



Exkurs:

Ein vollständiger Clown bin erst nach der Geburt meines Sohnes (1997) geworden. Er hat mir gezeigt, was die Clown-Philosophie wirklich ist. Als er drei Jahre alt war, hat mein Sohn einer älteren Dame eine Geschichte erzählt und kam ins Stocken. Da fragte die Dame, ob er den Faden verloren hätte. Er fing sofort an, den ganzen Raum nach den Faden abzusuchen. Das ist Clownerie pur, alles wörtlich zu nehmen. Ein weiteres Beispiel: Mein Sohn und ich konnten die besten imaginären Suppen kochen, mit allen Zutaten, und dann beim Abschmecken spürte mein Sohn, wie heiß die Suppe sei. Kinder im Alter von 2-5 Jahren sind die besten Clowntrainer. Sie nehmen alles wörtlich, sind unvoreingenommen, ehrlich und leben im Hier und Jetzt. Sie können so wunderbar mit imaginären Gegenständen arbeiten und sind perfekt im Verwandeln und Entfremden von Requisiten.

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